Inklusionsregatta in Kiel am 22. Juli 2017

Unsere erfolgsverwöhnten SOD-Kanuten wurden bei der Inklusionsregatta in Kiel ihrer Favoritenrolle ein Mal mehr gerecht. Der Ausrichter der Nationalen Spiele für Athleten mit geistiger Behinderung 2018 (Special Olympics Deutschland) veranstaltete einen sogenannten Probelauf für die nationale Regatta im nächsten Jahr.

Dabei holten unsere Athleten nahezu 30 Medaillen und avancierten damit zum erfolgreichsten Team, wofür nicht zuletzt das technische Können, Kampfgeist und der gewohnte Siegeswille den Ausschlag gaben.

Im K1 setzten sich Sebastian Girke, Christopher Giese, Patrice Kühn und Leona Johs jeweils souverän durch. Im K2 ließen die Zweier Sebastian Girke/Ronny Thelen und Leona Johs/Daisy Scholz der Konkurrenz keine Chance und siegten mit Längen Vorsprung.

In den K2-Unified-Rennen, in denen jeweils ein SOD-Athlet und ein Übungsleiter bzw. Betreuer im Zweier starten, fuhren die Duos Ronny Thelen/Thomas Brockmann und Justin Vandree/Rado Johs ebenfalls zu Gold.

Einzig in der Klasse Vierer-Canadier offenbarten sich noch Abstimmungsprobleme. Hier verwies der Vierer Sebastian Girke/Christopher Giese/Justin Vandree/Rado Johs in einem spannenden Rennen den Vierer Ronny Thelen/Jörn Franke/Leona Johs/Thomas Brockmann hauchdünn auf den Bronzerang. Gold ging hierbei an die Konkurrenz.

Einen Höhepunkt bildete das sogenannte Professional-Rennen, in dem in besonders schmalen Booten gepaddelt wird. Dabei siegte der zweifache World-Games-Gewinner von 2015, Sebastian Girke, vor dem ehemaligen WM- und EM-Vierten Henry Schröder und Leona Johs. Die „Holzmedaille“ erpaddelte sich hier Ronny Thelen.

Es zeigte sich ein Mal mehr, dass die guten Trainingsbedingungen und die strukturierte technische und athletische Ausbildung unter Gerhard Bowitzky letztlich den Ausschlag für das hervorragende Abschneiden der Schwedter Kanuten gaben, die ihre Rennen größtenteils in strömendem Regen absolvieren mussten. Alles in allem offenbarte der Veranstalter aber auch Mängel in der Organisation. Hier muss er für die Nationalen Spiele im nächsten Jahr wohl noch eine Schippe drauflegen. Ein besonderer Dank geht an Thomas Brockmann und Klaus Rosigkeit für den zuverlässigen Transport und die Betreuung der Aktiven.

(rj)