Kanupolo-Turnier in Kopenhagen am 22./23. Juli 2006

Beim internationalen Turnier im Kanu-Polo in Kopenhagen hatte der renomierteste Poloclub Dänemarks "Skovshoved Roklub" zehn Teams eingeladen. Die Schwedter Mannschaft konnte im hohen Norden den Sieg erringen.

In der Vorrunde mussten sich die SSV Spieler mit Kiel, Göttingen, Arhus (Niederlande) und Flensborg (Dänemark) auseinandersetzen. Im ersten Spiel stand mit Kiel der Endspielgegner des Turniers der Kieler Woche gegenüber. Wie tief der Frust bei den Kielern über die Niederlage vor heimischem Publikum saß, wurde durch das Verhalten auf dem Spielfeld deutlich. Sie wollten auf jeden Fall vermeiden, dass die Schwedter Nummer drei, Andreas Bowitzky, wieder in der Centerposition das Spiel entscheidet. So wurde Andreas von Beginn an hart und zum Teil auch unfair attackiert. Für die Schiedsrichter ist das Erkennen solcher Fouls oft schwer, denn es entsteht ein dichtes "Knäuel" aus Spielern, Paddels und Booten und die Schiris stehen oft 20 Meter vom Geschehen entfernt.

Nachdem Andreas nach einem erneuten verdeckten groben Foul mit dem Paddel "antwortete", sah er Rot, was den Ausschluss vom Spiel bedeutet. So mussten vier Schwedter gegen fünf Kieler weiterspielen. Aber das SSV-Team gab die richtige Antwort und mit den Treffern von Andre Wittstock und Sebastian Bozejewicz gelang ein 4:3-Sieg. Die weiteren Ergebnisse fielen überzeugend aus. Dem 8:1-Sieg gegen Göttingen folgte ein 7:0 gegen Arhus und ein 1:10 gegen Flensborg. Damit stand das SSV-Team als Gruppensieger fest und traf im Finale auf den TuS Warfleht.

Sie hatten sich in der zweiten Gruppe durchgesetzt. Das Spiel stand im Zeichen der Schwedter, die in allen Spielbereichen überlegen waren. Der 4:2-Sieg stand nie in Frage.
Andreas wurde trotz seiner Spielsperre mit 13 Treffern zum Topscorer des Turniers. Mit acht Treffern in dieser Wertung belegte Martin Punzel (SSV) den zweiten Platz.

In einem Monat findet die Deutsche Meisterschaft in Essen statt. Durch Ergebnisse des SSV Teams in der laufenden Saison können die Männer um Kapitän Sebastian Bozejewicz in der Leistungsklasse II spielen. Damit besteht die Möglichkeit, in die Bundesliga aufzusteigen. Vorraussetzung ist das Erreichen des Finals in der LK II.

Von Gerd Bowitzky

(Beitrag in der Märkischen Oderzeitung vom 29./30. Juli 2006)