Tag der offenen Tür der Kanu-Nationalmannschaft am 14. Juli 2010

Erstmals Behinderten-WM und diese mit Schwedter Teilnehmern!

Am 14. Juli fand in Kienbaum ein Tag der offenen Tür der Kanu-Nationalmannschaft statt. Die gesamte Mannschaft, inklusive der Teilnehmer der Behinderten-WM, und die Funktionäre konnten sich untereinander bekanntmachen, wurden eingekleidet und stellten sich den Fotografen. Zum Schwedter Team gehören Ricco Ladewig, Henry Schröder, Gerhard Bowitzky, Trainer Fred Mielke und Orthopädietechniker Ingolf Hentsch. Es erfolgten Absprachen zur weiteren Vorbereitung der behinderten Sportler, insbesondere zum Training auf der Regattastrecke in Brandenburg in Bahnen und dem Handling der Startschuhe sowie organisatorische Dinge der Anreise.

 

Seit Beginn der Vorbereitungen auf die erste WM der Behinderten (Parakanu WM) sind 9 Wochen vergangen. Große Leistungsfortschritte sind zu beobachten. Nach dem Trainingslager wurden Zeiten über die Wettkampfstrecke von 200 m im Bereich von 1:50 min erreicht, sichherlich auch dank der Verbesserung des Equipments: Löffelpaddel und Rennboote. Dreimal die Woche war Training auf dem Wasser, einmal medizinischen Trainingstherapie (Krafttraining unter Leitung von Jan Begert). Heute fährt Henry Schröder (damals als gekenterter Sportler in der MOZ abgebildet) mit seinem Kajak 1:10 min. Damit hat er (Er startet in der höchsten Behindertenklasse.) den Anschluss an uns bekannte internationale Leistungen erreicht.

Ähnlich verhält es sich bei den beiden anderen Startern. Diese Steigerung war nur möglich, weil Ingolf Hentsch mit seinem großen Erfahrungsschatz und seiner engagierten Arbeit die notwendigen Einbauten und deren Weiterentwicklung realisiert hat. Gleiches gilt für den Trainer Fred Mielke. Auf Grund seiner langen Erfahrungen als Kanu-Übungsleiter und Vater eines behinderten Sohnes gab es keine "Berührungsängste oder dergleichen". Für Ricco Ladewig wird es besonders schwer bis zum 19. August die nötige Form zu erreichen, da er sich gestern den linken Ringfinger gebrochen hat und nun mit erheblichen Trainingseinschränkungen arbeiten muss.