WM-Qualifikationstest am 14. April 2012

Die Entwicklung des Parakanurennsports geht mittlerweile ins dritte Jahr. Die Zeit der Kinderschuhe ist vorbei. Für die Qualifikation zur Weltmeisterschaft sind durch den Deutschen Behindertensportverband (DBS) und den Deutschen Kanu-Verband (DKV) harte Nominierungskriterien festgelegt worden.

Nachdem sich die Parakanuten vom Wassersport PCK zwei Wochen im Trainingslager intensiv vorbereitet hatten, kam es am 14. April 2012 zum Qualifikationstest in Halle darauf an, die Normen der Weltmeisterschaft nachzuweisen. Dazu musste die 200-m-Wettkampfdistanz zweimal innerhalb von 10 Minuten absolviert werden. Die erzielte Bestzeit wurde prozentual zu den erreichten Ergebnissen der letzten Weltmeisterschaft ins Verhältnis gesetzt.

Der Bundestrainer konnte im Ergebnis Henry Schröder und Gerhard Bowitzky für die Teilnahme an der WM vom 16. bis 20. Mai 2012 in Poznań nominieren. Henry konnte seine Bestzeit aus dem letzten Jahr um cirka drei Sekunden verbessern. Mit dieser Zeit ist er in der Lage, in Poznań um eine Medaille zu kämpfen.

Mit den erzielten 55,7 Sekunden konnte Gerhard bereits zwei Sekunden schneller fahren als der Weltmeister im letzten Jahr. Trotzdem war Trainer Fred Mielke mit den Ergebnissen nicht ganz zufrieden. Er bemängelte bei beiden insbesondere die nachlassende Technik auf dem zweiten Teil der Wettkampfstrecke. In den verbleibenden vier Wochen bis zur Weltmeisterschaft gilt es, besonders mit hoher Intensität und Konzentration an der Stabilisierung des zweiten Streckenabschnittes zu arbeiten.

Ab den 9. Mai wird sich die Nationalmannschaft noch einmal gemeinsam in Schwedt auf die Weltmeisterschaft vorbereiten. Dabei wird die Mannschaft auch die Trainingsmöglichkeiten im Sportzentrum in Kienbaum nutzen. Die Mannschaft wird am 12. Mai im Vereinsobjekt „Haus am See“ der Flemsdorfer Haie zur WM verabschiedet. Damit soll ein kleiner Höhepunkt im Projekt der Haie „Sport und Familie auf dem Land“ gestaltet werden.