Deutsche Meisterschaft im Parakanu am 14. September 2013

Zum dritten Mal nahmen Parakanuten unseres Vereins an der Deutschen Meisterschaft teil. Im Vergleich zu den vergangenen Jahren hat sich die Teilnehmerzahl fast verdoppelt. Das ist vor allem auf eine gute Arbeit in den Landesverbänden Bayern und Sachsen-Anhalt zurückzuführen. Aber auch aus Brandenburg hat sich mit dem Verein Pirschheide/Potsdam, ein weiterer Vertreter, beteiligt.

Eine geringe Beteiligung gibt es weiterhin im weiblichen Bereich. Leider ist es bisher nicht gelungen, mehr Frauen für unsere schöne Sportart zu begeistern.

Im K1 der schwerbehinderten Klasse A startete Henry Schröder. Seine Vorbereitung war in diesem Jahr nicht optimal verlaufen. Im Spurt konnte er nach gutem Rennen nicht mehr die nötigen Reserven mobilisieren und erreichte Platz 4.

Gerhard Bowitzky startete im Rennen der V1. Er gewann das Rennen, wurde aber nicht gewertet, da er als Einziger LTA (leicht behinderte Klasse) am Start war.

In diesem Rennen, ging auch Rene Schulz in der A-Klasse an den Start. Er ist der am schwersten behinderte Kanute überhaupt. Es ist mehr als bemerkenswert, wie er sich dieser Herausforderung stellt. Mit neuer persönlicher Bestzeit von 1:30 Minuten belegte er Platz 3. Damit konnte er sich um ca. 15 Sekunden steigern, was unter den Witterungsbedingungen nochmal aufzuwerten ist! Herzlichen Glückwunsch.

Das Wettkampfjahr ist damit zu Ende. Der Parakanu-Sport ist international auf einem deutlich höherem Niveau angekommen. Die meisten Länder (leider nicht Deutschland) haben ihre Mannschaften für die ersten paralympischen Spiele 2016 in Rio gleich nach der WM 2012 in den Status des modernen Leistungssports übernommen. Das bedeutet, den Athleten die Bedingungen zur Verfügung zu stellen, wie sie unsere nichtbehinderten Sportler z. B. Sebastian Brendel oder Max Hoff haben.
Sie sind finanziell abgesichert, fahren regelmäßig in Trainingslager und verfügen über eine gute materielle (Bootsequipment) und personelle (Trainer, Therapeuten, …) Ausstattung. Hier mitzuhalten ist unter den hiesigen Bedingungen nicht möglich. Den Sportlern stand nicht einmal das Geld für ein Trainingslager zur Verfügung.

Von dieser Entwicklung werden sich unsere Sportler nicht beeindrucken lassen. Im Verein wird regelmäßig weitertrainiert, das betonte Trainer Fred Mielke in seiner Auswertung. Diese gemeinsamen Stunden sind wichtige und unersetzbare Dinge ihres Lebens. Neue Ziele, wie gemeinsame Paddeltouren z. B. im Spreewald oder anderen schönen Gewässern, werden neben den Regatten ein lohnender Anreiz sein.