Hofregatta am 21. und 22. September 2013

An der Internationalen HOFRegatta im Kanusprint am Quellitzsee in Hof/Tauperlitz nahm eine Mannschaft aus Schwedt teil. Sie brachte eine ganze Menge Medaillen und Pokale mit nach Hause.

Die internationale Kanuregatta in Hof ist inoffizieller Saisonausklang der Kanuten. Gleichzeitig ist sie nach wie vor, die einzige Kanuregatta, bei der Nichtbehinderte, Körperbehinderte und geistig behinderte Sportler an den Start gehen. Beim ausrichtenden Faltboot Club Hof, ist dies bereits seit langem gelebte Inklusion. Das Starter-Spektrum reicht hier von Anfängern im Kinderbereich bis zu Masteres ü 60, von Freizeitpaddlern bis zu amtierenden Weltmeistern und Olympiasiegern.

Der Wassersport PCK war mit einer Auswahl von Kanuten aus dem Para- und „special olympic“-Bereich vertreten. Für die „special“-Sportler, war die Teilnahme gleichzeitig die Qualifikation für die Wettkämpfe „special olympic“ Deutschland 2014 in Düsseldorf. Alle zwei Jahre ermitteln vergleichbar mit Deutschen Meisterschaften in vielen Sportarten Menschen mit geistiger Behinderung ihre Besten.

Durch das regelmäßige Training unserer Sportler im Verein waren alle gut vorbereitet und hoch motiviert. Ungeschlagen beendeten unsere Mädchen die Rennen. Jasmin Winselmann siegte mit einer Bootslänge vor Leona Johs im Einerkajak. Beide gewannen dann auch souverän den Zweierkajak der Frauen und jeweils die Pokale. Beide Mädchen haben die Möglichkeit, bei ähnlich guten Leistungen in Düsseldorf dann für die alle vier Jahre stattfindenden „special olympic“ Worldgames in Los Angeles 2015 nominiert zu werden. Das könnte auch für den Sieger im Einerkajak der Herren, Sebastian Girke, zutreffen. Mit seinem Zweierpartner Christopher Giese konnte Sebastian noch den 2. Platz erpaddeln. Zu den erfolgreichen Kanuten zählten weiterhin Lucas Müller; Jörn Franke und Jan Eichler. Alle konnten mindestens zwei Medaillen erkämpfen. Lucas siegte noch im Zweiercanadier mit Martin Schubert von der Lebenshilfe Staßfurt. Herzlichen Glückwunsch den Sportlern und ihren Trainern Haryth Bowitzky und Thomas Brockmann. Ein besonderer Dank gilt Herrn Johs, für seine tolle Unterstützung und Begleitung des Wettkampfes.

Im Parakanu konnten Henry Schröder und Rene Schulz ihre Rennen gewinnen. Gerhard Bowitzky wurde bei den Nichtbehinderten Zweiter. Ein symbolischer Staffelstab wurde dann in einem besonderen Rennen weitergegeben. Tom Kirey, neuer Weltmeister im Einerkajak, bekam den Stab von Gerhard Bowitzky, dem ersten Parakanu-Weltmeister für Deutschland übergeben. Tom (19) und Gerhard (58) sind jüngster und ältester Sportler in der Nationalmannschaft und werden liebevoll als Enkel und Opa bezeichnet. Im Rennen im für den Opa nicht so oft gefahrenen Kajak starteten auch ehemalige Weltmeister und Olympiateilnehmer. Der Sieg ging klar an Opa mit seinem Enkel.

Die Verantwortlichen beim Wassersport werden sich demnächst mit den Partnern bei der Lebenshilfe Schwedt, des EJF Schwedt und der Schule „am Odertal“ zusammensetzen und das Jahr 2013 auswerten und über eine engere Zusammenarbeit in der weiteren Perspektive sprechen. Ziel sollte es sein, noch mehr Menschen mit Behinderungen im Verein ansprechende Angebote zu unterbreiten.