Hofregatta am 19. und 20. September 2015

Mit großem Erfolg kehrten die Kanuten der Abteilung Behindertensport des Wassersport PCK aus dem Bereich „special olympic“ von der Intern-Kanuregatta zurück. Wichtigstes Ergebnis waren aber nicht die Medaillen und Pokale, sondern die damit verbundene Qualifizierung für die „special olympics“ Deutschland Spiele im Juni 2016 in Hannover. Mit 12 Aktiven stellten die Schwedter nicht nur das zahlenmäßig größte Team, sondern es konnten sich auch alle Sportler durch ihre Ergebnisse in die Startlisten für Hannover eintragen.

Von den 15 Rennen über 200 m gewannen die Wassersportler unserer Stadt 12! Lediglich in einem Rennen der Zweierkajaks mit unified Partner (nichtbehinderter Sportler) wurde „nur“ Platz 2 und in einem Rennen der Vierer-Canadier der dritte Platz belegt.

Jasmin Winselmamm, Leona Johs, Christopher Giese und Lucas Müller konnten sich gegen Teilnehmer an den „special olympic“ World Games von Los Angeles siegreich behaupten.

Zum ersten Mal konnte Sebastian Girke sein Können im Parakanu zeigen. Im Gegensatz zu den breiten, sicheren Wanderbooten, die von den „special olympic“ Sportlern gefahren werden, müssen hier die weitaus schmaleren, kippligen Boote der Parakanuten im Wettkampf gefahren. Nur wenige „special`s“ aus Deutschland beherrschen diese Boote in Wettkämpfen.

Sebastian hatte gegen die gesamte Elite der Parakanu-Nationalmannschaft anzutreten. Voran Tom Kirey der Weltmeister in der leicht behinderten Klasse. Weiter am Start auch die WM-Teilnehmer in der mittel- und schwer-behinderten Klasse. Vor dem Start gab es eine angeregte Unterhaltung zwischen Tom und Sebastian. Tom berichtete über die Vorolympischen Wettkämpfe in Rio und Basti von seinen Erlebnissen aus Los Angeles. Im Ziel belegte Sebastian den dritten Platz. Vom Weltmeister und den Parakanuten erhielt er für diese Leistung viel Lob.

Den emotionalsten Sieg feierten Jan Eichler und Martin Schubert. In einem spannenden Finale und mit dem berühmten Wimpernschlag Vorsprung erkämpften sie ihren ersten Sieg und den dazugehörigen Pokal.  Jan riss mit seinem Jubel die Zuschauer so mit, daß er noch am Abend zur Party gefeiert wurde.

Ein herzlicher Dank geht an die Lebenshilfe Schwedt, für die Bereitstellung eines Fahrzeugs, sowie an die Trainer und Betreuer Ulrike Eichler und Rado Johs.