Special Olympics Hannover vom 6. bis 10. Juni 2016

Vom 6. bis 10. Juni finden die Special Olympics Hannover, die Nationalen Spiele für Menschen mit geistiger Behinderung, statt. Rund 4.800 Athletinnen und Athleten gehen in 18 Sportarten und dem Wettbewerbsfreien Angebot an den Start. Mit dabei eine Wassersportmannschaft aus Schwedt unter Leitung von Gerhard Bowitzky. Die Schwedter dominierten bisher in vielen Läufen, allen voran Sebastian Girke.

Ergebnisse und Informationen unter:

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1. Wettkampftag

Die erste Goldmedaille aller 18 Sportarten errang Leona Johs von der Schule „Im Odertal“ bzw. von der Lebenshilfe Schwedt vor ihrer Zweierpartnerin Jasmin Ebert (Schule „Im Odertal“ bzw. EJF Schwedt). Für diese erste Goldmedaille aller sich bewerbenden 4500 Athleten wird Leona besonders durch „special olympics Deutschland“ geehrt. Im nachfolgenden Rennen gewann mit hauchdünnem Vorsprung Justin Vandree (Schule „Im Odertal“).

Eine Altersklasse höher siegte Jasmin Winselmann überlegen in ihrem Rennen. Der souveränste Sieg ging an Sebastian Girke (Lebenshilfe Schwedt), der in 1:16,0 Minuten für die 200 Meter eine neue absolute Bestmarke im K1 setzte! In diesem Lauf belegte Lucas Müller den 2. Platz.

Eine weitere Altersklasse höher siegte Christopher Giese mit knappem Vorsprung. Seine Teamkameraden Ricardo Lorenz und Björn Eichhorn belegten in diesem Lauf Platz 4 und 5. und schrammten so knapp an den Medaillen vorbei. Alle drei sind Mitglieder im EJF Schwedt. Im zweiten Endlauf in dieser Altersklasse belegte Pierre Krafczyk von der Lebenshilfe Schwedt den 2. Platz. Eine Silbermedaille ging an Jan Eichler, der sich im Endspurt knapp geschlagen geben musste. Hier wurde Martin Schubert von der Lebenshilfe Stassfurt Vierter.

In den 8 Finalen erkämpften die Sportler 5 Goldmedaillen und 3 Silbermedaillen und stellten somit das überragendste Team! Im Rennen der Unidied Partner (Sportler ohne Behinderung) wurde Phillip Lerm Dritter. Dafür wurde er von seinen Sportler stürmisch gefeiert.

Die Zweier-Kajaks stehen dann morgen im Mittelpunkt des Regattatages. Alle „Specials“ um Mannschaftsleiter Rado Johs, Headcoach Thomas Brockmann und Trainerin Ulrike Eichler sind nach den ersten Erfolgen hoch motiviert und wollen die Erfolgsserie fortsetzen.

Fotos auf specialolympics.de/hannover2016

2. Wetkampftag

Am zweiten Tag in den Zweier-Booten wurde die Erfolgsbilanz fortgesetzt. Es siegten überlegen: Leone Johs und Jasmin Ebert in der Altersklasse bis 16 Jahre, Sebastian Girke und Lucas Müller in der Altersklasse bis 21 Jahre, Ulrike und Jan Eichler im offenen Unifiedbereich, Jörn Franke und Thomas Brockmann im Junifiedbereich international.

Zweite wurden Jasmin Winselmann und Justin Vandree in der Altersklasse bis 16 Jahre, Christopher Giese und Ricardo Lorenz in der Altersklasse bis 30 Jahre, Rado Johs un Martin Schubert im Junifiedbereich, Jan Eichler und Martin Schubert in der Altersklasse 30+.

Dritte Plätze erkämpften Björn Eichhorn und Pierre Krafczyk.

Für die neu im Programm stehenden Staffelwettbewerbe hatten 18 Staffeln gemeldet. Davon 5 !!! Teams aus Schwedt. Für den ersten Endlauf am Donnerstag haben sich 4 !!! für das große Finale qualifiziert. Ein Team startet im zweiten Lauf. In den auch morgen stattfindenden Rennen im Vierer-Canadier wird in jeder AK ein Boot aus Schwedt dabei sein.
Zumindestens im Bereich des Hannoverschen Maschsee ist der Name „Schwedt“ durch die bisher durchgeführten Siegerehrungen ein Begriff geworden.

3. Wettkampftag

Am dritten Tag standen die Teamwettbewerbe auf dem Programm. Zunächst wurden die Vierer-Canadier in den jeweiligen Altersklassen ausgefahren. Bei den Jüngsten belegte das Schwedter Boot mit Leona Johs, Jasmin Ebert, Justin Vandrey und Steuermann Rado Rohs den 2. Platz. Durch einen tollen Endspurt konnten sie das Boot 2 aus Schweich noch abfangen. Klarer Sieger wurden das Boot 1 aus Schweich.

Eine Klasse höher starteten Lucas Müller, Jasmin Winselmann, Sebastian Girke mit Steuermann Olliver Matthies. Hier schien es nur eine Frage des Abstandes zu den anderen Booten zu sein, denn die Überlegenheit dieser Sportler in den Einzelläufen war sehr groß. Aber es sollte anders kommen. Nach dem Start unterlief ihnen eine Steuerfehler und sie behinderten des Boot auf der Bahn rechts neben ihnen deutlich. Sie fuhren zwar mit deutlichem Vorsprung durchs Ziel, mussten aber nach den Regeln disqualifiziert werden. Alle und besonders Sebastian waren natürlich ungehalten und verärgert. Es war das erste Mal, dass er nicht als Sieger ein Rennen beendet hatte! Aber das Pech schien heute besonders an ihm zu kleben.

Im Vierercanadier der  AK bis 30 Jahre belegte das Team mit Christopher Giese, Ricardo Lorenz; Björn Eichhorn und Steuermann Phillip Lerm den 2. Platz. Sie mussten sich knapp dem Team aus Stuttgart geschlagen geben.

Eine Überraschung gelang unseren „alten Männern“. Vor zwei Jahren noch weit abgeschlagen, erkämpften Jörn Franke, Martin Schubert, Jan Eichler mit Steuermann Phillip Lerm die Silbermedaille. Ausschlaggebend war ihr Teamgeist und die sehr gute Arbeit von Jörn als Schlagmann!

Wie berichtet, hatten sich von den 5 Schwedter Staffeln 4 für den ersten Endlauf qualifiziert. Nach dem Start der Mädchen fuhren sie die Staffeln souverän in Front. Doch dann patzte Jasmin Ebert bei der Übergabe des Staffelstabes an den nun folgenden Zweier. Im Vorlauf hatte das Team am Ende mit Sebastian Girke fahrend die zweitbeste Zeit erreicht. Aber auch er kann einen 100-m-Rückstand nicht aufholen. So landete das Team auf dem 5. Platz und Sebastian hatte zum zweiten Mal und an einem Tag die Schattenseite des Sports erleben müssen. Er brauchte viel Zeit, um das Alles zu verarbeiten. Aber er kam aus seiner Verärgerung wieder heraus. Vielleicht half ihm die SMS, die er von Sebastian Brendel nach seinem souveränen Sieg im Einerkajak erhalten hatte. In diesem Rennen belegte das Team Jasmin Winselmann, Jörn Franke; Thomas Brockmann und Christopher Giese den 3. Platz.

Eine Staffel fuhr im zweiten Endlauf. Da in unserem Team nicht genug Mädchen vorhanden sind, fuhr hier eine „ausgeliehene“ Sportlerin für uns. Sie wechselte als 4. Jetzt war unser Zweier mit Ricardo Lorenz und Olliver Matthies gefragt, die Lücke aufzufahren. Und es gelang ihn sehr gut. Auf der Zielstrecke fuhr dann Pierre Krafczyk die Staffel endgültig zum Sieg. Er hatte schon im Vorlauf durch einen kämpferischen Einsatz die Staffel gerettet.

Mit 12 Gold, 11 x Silber und 4 x Bronze wurde unser Team mit Abstand zum erfolgreichsten der Kanuwettkämpfe.

Die Spiele waren insgesamt ein  echter Höhepunkt. Sie waren perfekt organisiert und es wurde viel geboten.