Kanu-Europameisterschaft in Spanien vom 25. Juni bis 1. Juli 2007

Sebastian Brendel mit Bronze-Medaille bei der EM

Die Nationalmannschaft des deutschen Kanuverbandes war eines der größten Teams bei der Europameisterschaft in Pontevedra (Spanien). In Vorbereitung auf die heimischen Weltmeisterschaften im August 2007 in Duisburg war diese Meisterschaft ein wichtiger Meilenstein.

Doch die ganz neue Regattastrecke im spanischen Pontevedra war nicht auf die Europameisterschaft vorbereitet. Schon im Vorfeld war es für Fans, Sportler und Medien schwer, überhaupt Informationen über die Kanu-EM zu erhalten. Die Internetseite des Veranstalters war mehr als dürftig. Erst wenige Tage vor Beginn wurde eine unbedachte Zuschauertribüne aufgebaut. Eilig wurden Kabel gezogen und Parkplätze geschaffen. Der Sender Eurosport musste aufgrund der vielen technischen und organisatorischen Probleme die Übertragungen von der EM absagen. RBB versuchte vergeblich an der Rennstrecke mit dem einheimischen Fernsehen „Galizia TV“ zu verhandeln. Leider wurden keine weiteren Fernsehteams zugelassen.
So waren die wenigen angereisten deutschen Fans froh, die Rennen vor Ort mitzuerleben.

Sebastian Brendel erhielt im ersten Jahr bei den Männern seine Starts im Vierercanadier über 1000 m, 500 m und 200 m.

Der neu formierte C4 mit Robert Nuck (Leipzig), Sebastian Brendel (Potsdam), Thomas Lück (Neubrandenburg) und Erik Leue (Magdeburg) musste bei seinem ersten internationalen Start über 1000 m in den Wellen der Konkurrenz jedoch bitteres Lehrgeld zahlen. Nach einem Steuerfehler geriet das Boot aus der Bahn und musste das Rennen vorzeitig beenden.

Am zweiten Finaltag konnte der C4 auf der 500-m–Distanz mit der Besetzung Robert Nuck, Sebastian Brendel, Thomas Lück und Stephan Holtz (Karlsruhe) nach einem packenden Schlussspurt die Bronzemedaille hinter Weißrussland und Polen erpaddeln. Die Freude über diesen dritten Rang war bei Sebastian natürlich sehr groß!

Foto: Auf Platz 1 ist das Team von Weißrussland, auf Platz 2 Polen und auf Platz 3 sind die deutschen Sportler: von links nach rechts Stephan Holtz, Sebastian Brendel, Thomas Lück und Robert Nuck

Über die Sprintstrecke 200 m konnte das deutsche Canadiervierer–Team mit Rang 6 noch nicht in die Medaillenvergabe eingreifen.

Insgesamt schnitt die Mannschaft des DKV mit 8 x Gold, 4 x Silber und 3 x Bronze sehr gut ab und lag im Medaillenspiegel auf Rang eins vor Ungarn. Damit ist das deutsche Team zur WM auf dem richtigen Kurs und im Trainingslager in Kienbaum wird man an Form noch zulegen.

Einen großen Teil der Nationalmannschaft kann man am Sonntag, dem 8. Juli, bei der wohl ungewöhnlichsten Wassersportveranstaltung Deutschlands, beim 3. Potsdamer Kanalsprint, hautnah erleben. Im extra gefluteten 300 Jahre alten Stadtkanal in der Innenstadt von Potsdam, zwischen dem Stadtschloss und der Garnisonskirche werden Olympiasieger und Weltmeister ihre Stechen auf dem nur 170 m langen Kanal fahren. Der Wettkampf wird in 3 Bootsklassen als „Match Race“ im K.O.-System ausgetragen. Auch Kanurennsportler Sebastian Brendel wird hier starten. Die Veranstaltung beginnt am Sonntag, um 14.00 Uhr und mit der sportlichen und kulturellen Umrahmung ist sie ein echtes Highlight.