Junioren-Weltmeisterschaften der Rennkanuten vom 29. bis 31. Juli 2011

[MOZ] Zwei Kanuten aus Schwedt waren Teil eines riesigen Sport-Ereignisses auf dem Beetzsee: Starter aus 64 Nationen bestritten dort die Junioren-Weltmeisterschaft. Für Maximilian Müller und Anton Regorius von Wassersport PCK erfüllten sich die Medaillenträume aber nicht.

Der eine (Maximilian) gerade in der WM-Woche 18 geworden und einziger Kanute der deutschen Auswahl, der nicht bei einem großen Club, sondern im heimatlichen Verein trainiert – der andere (Anton) noch 15 und somit erst ab der kommenden Saison im tatsächlichen Junioren-Alter: Für beide Oderstädter war somit allein das Erreichen der WM-Startplätze ein großer Erfolg. Und doch träumten sie (nicht nur heimlich) von mehr: „Das wäre ein Ding, wenn wir es auf´s Treppchen schaffen würden“, hatte Maximilian noch wenige Tage vor der WM optimistisch auf die Rennen geschaut, bei denen beide Oderstädter zusammen im deutschen Canadier-Vierer über 1000 Meter knieten. Anton absolvierte zudem Starts über 500 Meter im Zweier.

Mit allen anderen WM-Kanuten bekamen die beiden zu ihren Wettkämpfen den typischen Brandenburger Sommer zu spüren: Temperaturen unter 20 Grad, fast durchweg Regen. 15 Boote hatten für den Vierer gemeldet. Das deutsche Team (mit den Schwedtern starteten Yul Oeltze aus Magdeburg und der Berliner Pascal Milde im Vierer) kam nicht richtig auf Touren. Als Sechster war man von den drei direkten Final-Startplätzen um mehr als sieben Sekunden entfernt.

Sechs Sekunden schneller als im Vorlauf und diesmal als Zweiter über der Ziellinie, erreichten die Deutschen im nächsten Rennen bei strömendem Regen aber doch noch den Endlauf. Dort steigerte man sich erneut um knapp eine Sekunde, aber vom erhofften Medaillenrang war man als Achter nicht nur fünf Ränge, sondern vor allem auch fast fünf Sekunden entfernt.

23 Canadier-Zweier bewarben sich um den 500-m-Titel. Anton Regorius hatte mit Pascal Milde den fünften Rang gepachtet: In genau 2:00 min kamen sie auf diesem Platz im Vorlauf ins Ziel, das Halbfinale brachte Rang 5 in 1:56 min und das sogenannte B-Finale nochmals diese Platzierung in 1:55 min. Unterm Strich war dies somit Rang 14. Nichtsdestotrotz: Die WM war eine riesige Erfahrung für die beiden PCK-Aktiven und den Schwedter Anhang. Max und Anton werden alles daran setzen, den Beetzsee-Tagen weitere internationale Starts folgen zu lassen.

Quelle: Märkische Oderzeitung vom 4. August 2011
Redakteur und Autor: Jörg Matthies (MOZ)

Ankündigung der WM-Teilnahme

Anton Regorius und Maximilian Müller starten bei den Junioren-Weltmeisterschaften in Brandenburg an der Havel. Auf der Naturregattastrecke auf dem Beetzsee finden die Welttitelkämpfe der Rennkanuten im Juniorenbereich statt. Unter den Athleten der Deutschen Auswahl befinden sich vier Sportler aus Brandenburg. Zwei davon haben ihre Wurzeln im Verein Wassersport PCK. Anton Regorius und Maximilian Müller, beide Canadier, haben sich in diversen Trainingslagern und Ausscheidungsregatten für das Weltchampionat qualifiziert.

Während Anton seit nunmehr drei Jahren in Potsdam trainiert, lebt und trainiert Max Müller hier in Schwedt. Beide wurden durch Michal Tümmler entdeckt und gefördert. Seit zwei Jahren trainiert Max unter der Leitung von Sandra Kiesow.

Besonders hervorzuhebende Umstände haben beide Sportler zu bieten.

Anton Regorius ist als Sportler des Jahrganges 1995 als einer der jüngsten Starter noch in der männlichen Jugend startberechtigt. Er hat sich mit seinen erzielten Leistungen gegen die starke und meist ältere nationale Konkurrenz durchgesetzt.

Max Müller, der nicht wie die meisten anderen Athleten an einer Sportschule trainiert, musste das Kunststück vollbringen, Schule und intensives Training in persönlicher Organisation unter einen Hut zu bringen. Auch der aufopferungsvollen Arbeit seiner Trainerin, Sandra Kiesow, ist es zu verdanken, dass Max sich so optimal, wie unter diesen Umständen möglich, vorbereiten konnte um dieses Riesenerlebnis für sich realisieren zu können.

Der Verein Wassersport PCK und besonders die Abteilung Kanurennsport wünscht unseren jungen Athleten eine erfolgreiche Teilnahme an den Junioren-Weltmeisterschaften.

Jens Thieme