Einer-Omnium am 12. April 2014

 

Zur traditionellen Saisoneröffnung der Brandenburger Kanuten trafen sich am Samstag 14 Kanurennsportvereine an der Regattastrecke in Werder/Havel zum Einer-Omnium.

Der Wettkampftag teilte sich strecken- und wettkampftechnisch in zwei Abschnitte. Während am Vormittag bei nebligem und nasskaltem Wetter die 500-m-Vor- und -Endläufe ausgefahren wurden, standen am Nachmittag bei herrlichem Sonnenschein die 2000-m- bzw. die 4000-m-Strecken auf dem Programm.

Mit sechs Kanuten und zwei Übungsleitern fuhr Trainerin Sandra Kiesow zur ersten Standortbestimmung in die Blütenstadt an der Havel. Kriterium für die Teilnahme war die bereits gesammelte Erfahrung und die damit verbundene Sicherheit im Boot.
Erfreulich, weil so nicht erwartet, begann der Wettkampftag mit der direkten Endlaufqualifikation von Moritz Schlomsky über 500 m im K1 der Schüler B (2002). Dort fuhr er souverän auf Platz 6 und bestätigte diese Platzierung auf der 2000-m-Strecke.

Mit zwei 4. Plätzen verpasste Julian Zabel (Schüler B 2002) im Einer-Canadier jeweils nur knapp die Medaillenränge. Trainerin Kiesow war dennoch mit diesen nur scheinbar undankbaren Plätzen zufrieden.

Im A-Schüler-Bereich ging es vor allem um die begehrten Startplätze für die Landesauswahl „Brandenburger Adler“. Hierfür musste ein Platz unter den besten vier Sportlern eines Jahrganges und der entsprechenden Bootsklasse erreicht werden.

Jasmin Schröter im K1 und Jenny Barsch im C1 zeigten sich bei großer Konkurrenz auf den Punkt konzentriert und erreichten die angestrebte Qualifikation zur Landesauswahl. Mit am Start auch Linus Schönwetter im K1. Gesundheitlich angeschlagen stellte er sich den Herausforderungen und konnte die ersten Wettkampfrennen ebenfalls ordentlich absolvieren.

Besonders spannend war das Rennen über 500 m von Jenny Barsch. Bis 10 m vor der Ziellinie lag ihr C1 gleichauf mit dem Boot einer Kanutin aus Potsdam-Pirschheide. Erst mit den letzten Zügen ihres Stechpaddels holte sie einen hauchdünnen Vorsprung heraus und fuhr auf den Bronzerang.

Stimmungsvoll auch die Rennen von Theresa Rühlke. Sie startet seit dieser Saison für die weibliche Jugend und konnte in Werder mit persönlicher Bestzeiten über 500 m und 2000 m einen gelungenen Saisoneinstieg feiern. Sie gewann auf beiden Strecken die Bronzemedaille.

Sandra Kiesow war mit der Leistung ihrer Schützlinge zufrieden. Der Wettkampf war eine erste Standortbestimmung. Es wurde deutlich, wo sind bereits sichtbare Verbesserungen zu registrieren, aber auch, dass noch viel Trainingsarbeit auf alle wartet.
Besonderer Dank an Sandra Sternbeck und Johann Krebs, die als Übungsleiter den Wettkampf begleiteten.

Jens Thieme