Olympic Hope Games 12. bis 14. September 2014

Clara Thieme hat bei den sogenannten Olympic-Hope-Games in der Slowakei teilgenommen. In vier Bootsklassen wurde sie eingesetzt. Im Einer-Kajak auf der 200-Meter-Sprintstrecke errang sie den Bronzerang.

In der Märkischen Oderzeitung erschien am 19. September ein ausführlicher Bericht: http://www.moz.de/heimat/lokalredaktionen/uckermark/artikel90/dg/0/1/1326668/

Wettkampfhomepage: http://oh2014.canoe.sk/

 

In der Märkischen Oderzeitung erschien am 6./7. September 2014 folgendes Interview:

Täglich vier bis fünf Stunden Training

16-jährige Schwedter Kanutin Clara Thieme startet nächste Woche bei „Olympic-Hope“-Regatta

Schwedt (MOZ) Bei den jüngsten Deutschen Kanu-Meisterschaften ist Clara Thieme vom Verein Wassersport PCK Schwedt erstmals ins Nationalteam berufen worden. Nächste Woche startet sie bei den „Olympic-Hope“-Wettbewerben in der Slowakei. MOZ-Sportredakteur Jörg Matthies sprach im Vorfeld mit der 16-Jährigen.

Clara, wie hast Du auf die erste Berufung in die Nationalmannschaft reagiert?

Zunächst mal war ich total überwältigt, den DM-Titel gewonnen zu haben. Ich wusste, dass ich starke Konkurrenz habe, aber ich wollte unbedingt die Goldmedaille, zumal ich ja auch schon vorher wusste, dass mit dem Titel auch die Nominierung in der deutschen Junioren-Auswahl verbunden sein wird.

Und nun gibt es kommende Woche gleich die erste internationale Bewährungsprobe.

Richtig. Natürlich bin ich da schon ziemlich aufgeregt. Am Montag werden wir anreisen und noch trainieren. Auf welchen Strecken und in welchen Bootsklassen ich eingesetzt werde, weiß ich noch nicht.

Seit wann bist Du Kanutin und wie verlief die Entwicklung?

Kanu trainiere ich seit Herbst 2006, erste Übungsleiterin war in Schwedt Haryth Bowitzky, später dann Michael Tümmler und Sandra Kiesow, die mich gezielt auf den Wechsel zur Sportschule nach Potsdam vorbereitet haben. Hier bin ich jetzt seit August 2010.

Was hast Du zunächst in Deinem Heimatverein gelernt, was kam in Potsdam dazu?

Also in Schwedt ging es natürlich erstmal um die Grundtechniken und darum, sich in ersten Wettkämpfen zu behaupten. Bald stellten sich im Schüler-B-Bereich Erfolge ein. In Potsdam gibt es nun eine höhere Spezialisierung. Die Methodik ist nicht viel anders, aber das Ausmaß des Trainings schon – jetzt trainiere ich täglich zwischen vier und fünf Stunden.

Gibt es Momente, in denen Du das Paddel am liebsten in die Ecke stellen würdest?

Eigentlich nicht. Natürlich ist es speziell im Winter immer wieder nicht so angenehm, im wahrsten Sinne des Wortes das Eis zu brechen, also die Grundlagen zur Saison zu legen.

Mit welchen Zielen betreibst Du Deinen Sport?

Jetzt möchte ich erstmal in der Junioren-Auswahl Fuß fassen. Natürlich ist dann auch mein Ziel, in die A-Nationalmannschaft zu kommen. Wenn ich bei alledem gesund bleibe, kommen freilich schon Träume von Teilnahmen an Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen auf. Die Olympic-Hope-Wettkämpfe in Pieštany tragen da ja schon einen Namen, der in die Zukunft weist.

Größte Erfolge

bis zur Sportschule:

Ostdeutsche Meisterschaften: 1. Plätze Mehrkampf 2009 und 2010

seit der Sportschule:

Ostdeutsche Meisterschaften: 1. Plätze Mehrkampf 2011 und 2012;

Deutsche Meisterschaften: 2011 Mehrkampf 2. Platz; 
3. Platz K4 500 m; 2012 Mehrkampf 1. Platz, Gold im K4 500 m; Bronze im K4 2000m; Marathon-DM (jeweils über 12 km) 2. Platz K1 und 3. Platz K2; 2013 Silber im K1 200 m und K4 500m; 2014 Gold im K1 200 m; jeweils Bronze im K2 und K4 über 500 m

Nationalmannschaft

2014 erstmalige Teilnahme an der nationalen Sichtung zur Rangliste in Deutschland (als Jugendliche bei den Juniorinnen) – nach Athletiksichtung und verschiedenen Bootsstrecken im K1 als Zehntplaztierte Beste ihres Jahrgangs (1998)