22. Schwedter Polderfahrt vom 25. bis 27. August 2006

Polderfahrt nach Gatow

Im Kalender des Deutschen Kanu-Verbandes werden in jedem Jahr 500 Kanuwanderveranstaltungen bundesweit ausgeschrieben. Eine dieser Wanderfahrten ist die Schwedter Polderfahrt, die schon zum 22. Mal durch Schwedter Kanuten organisiert wird. Vom 25. bis 27. August 2006 luden die Wasserwanderer des SV Rotation Schwedt e. V. zu zwei Kanutouren durch die Gatower und Schwedter Polder ein. Nur mit vorheriger Anmeldung und dem Begleichen des obligatorischen Startgeldes ist eine Teilnahme möglich. Fahrtenleiter Hilmar Schmidt begrüßte alle Sportler am Samstagmorgen und informierte über die Besonderheiten beim Fahren durch den Nationalpark Unteres Odertal. Nach einem kräftigen „Sport!“ – „Frei!“ starteten die Teilnehmer mit ihren Einer- bzw. Zweier-Kajaks.

Am ersten Tag führte er die Gruppe über den Fitte-See durch Wopagsgraben, Meglitze, Kreuzlanke und Wrech bis zur Oder. Nach einem kurzen Stück auf der Oder, vorbei an der Schwedter Querfahrt, wurde die Fahrt nach dem Übersetzen an der Enkelseeschleuse in dem Gatower Polder fortgesetzt. Bis Gatow folgte noch einmal ein landschaftlich sehr schönes Stück: weite Seen, schmale Fließe voller Entengrütze und Krebsschere, herabhängende äste und umgestürzte Bäume. Den vorbeihuschenden Eisvogel werden nur die Wenigsten gesehen haben. Seeadler und Kormoran waren dagegen kaum zu übersehen. Dank Karte und Wegemarkierungen fanden alle den richtigen Weg durch das Poldergebiet. Von Gatow aus führte die Rückfahrt zum Rotation-Bootshaus über den Kanal.

Das Wetter war den Kanuten hold. Sogar die Sonne ließ sich zwischendurch blicken. Allerdings schafften es nur die Schnellsten, die 23 Kilometer ohne Regen zu überstehen. Bei der Rückfahrt auf dem Kanal hatten die Meisten Wasser von unten und oben. Doch ein Kanute ist entsprechend ausgerüstet und hat keine Angst vorm Wasser. Auf dem Bootshausgelände erwarteten ein vorgeheizter Grill und das abendliche Lagerfeuer die Kanuten. In gemütlicher Runde klang der erlebnisreiche Tag aus.

Fast alle nahmen an der sonntäglichen, wenn auch nur kurzen 11-Kilometer-Tour teil. Diese Route ist seit diesem Jahr (vom 15. Juli bis 14. November) auch für jedermann mit Kanuführer befahrbar. Die Sportler erfuhren einen ungewohnten, für Touristen vorbereiteten Komfort mit Stegen für den Ein- und Ausstieg, Bänken am Rastplatz und einer ordentlichen Ausschilderung. Das Wetter macht bekanntlich keinen Unterschied wischen Tourist oder Sportler. Diesmal erwischte der Regen die schnellsten Kanuten. Die Nachhut kam dagegen ohne Schauer ans Ziel.