23. Schwedter Polderfahrt vom 24. bis 26. August 2007

Polderfahrt im polnischen Teil der unteren Oder

Knapp 60 Kanuten zwischen 8 und 80 Jahren machten sich am Freitag Nachmittag auf den Weg nach Mescherin. Bei bestem Wetter wurden am Ufer der Westoder die Zelte aufgebaut und die Boote vorbereitet.

Die naturschutz-orientierte Wanderfahrt startete mit der Öko-Schulung, die Hilmar Schmidt für Interessierte anbot. In Wort und Bild informierte er über die Besonderheiten und Schönheiten des unteren Odertals und vermittelte Kenntnisse über naturgemäßes Paddlerverhalten und über die ökologischen Zusammenhänge unserer Gewässer. Seit 1993 ist für alle Paddler, die das Wanderfahrerabzeichen in Gold oder Silber erwerben wollen, die Teilnahme an einer derartigen Ökoschulung vorgeschrieben.

Samstag vormittag paddelten die Wasserwanderer nach der Abfertigung am Mescheriner Grenzabfertigungspunkt durch den polnischen Landschaftsschutzpark bis nach Gryfino. Dieser erste Abschnitt hatte es in sich. Ein Umtragen der Boote war zwar nicht nötig, da die Wehre seit 1945 nicht mehr benutzt werden und damit stets geöffnet sind. Doch die Fließe zwischen West- und Ostoder bleiben sich im Wesentlichen selbst überlassen und werden kaum genutzt. So wachsen ungestört Krebsschere, Schwimmfarn und Schilf. An solchen, meist schmalen Stellen war ein erhöhter Kräfteaufwand nötig, um vorwärts zu kommen. Doch alle Wassersportler erreichten den Rastplatz in Gryfino. Krönung der Rast war der Besuch des Sport- und Spaßbades LAGUNA. Die Rückfahrt nach Mescherin durch den recht breiten Kanal Gryfinski verlief dann recht entspannt. Mit zünftigen Kesselgulasch, Lagerfeuer und Kanutenliedern klang dieser schöne Tag aus.

Die Sonntagstour führte die Kanuten auf anderen Wasserwegen von Mescherin nach Gryfino und zurück. Je nach Lust und Kraft gab es die verkürzte, einfache Streckenführung und die wiederum anspruchsvolle, kraftaufwendige, längere Strecke. Die Erlebnisse und Eindrücke waren für die Teilnehmer ganz unterschiedlicher Art. Die ungewöhnlich große Biberburg lag gut versteckt und wurde nicht von jedem entdeckt. Der Adler zog seine Kreise über der Westoder und nicht in der Nähe seines unübersehbaren, riesigen Horstes. Der scheue Eisvogel zeigte sich nur sehr Wenigen.

Insgesamt waren alle Kanuten zufrieden. Die Polderfahrt war rundum gelungen. Bleibt zu hoffen, dass diese mittlerweile 23. Fahrt auch unter der Flagge des neuen Vereins „Wassersport PCK Schwedt e. V.“ eine Fortsetzung findet.