Lübbenauer Spreewald-Rundfahrt vom 29. Mai bis 1. Juni 2009

Die Kanutouristen des Wassersport PCK Schwedt e.V. waren traditionell wieder einmal zu Pfingsten mit Kind und Kegel zu Gast im Spreewald bei den Lübbenauer Kanuten. Am Donnerstag wurde der große Bootshänger mit über 20 Booten beladen und die entsprechenden Paddel, Spritzdecken und Schwimmwesten herausgesucht und verstaut. Am Freitag wurden das Gepäck und die Mannschaft auf den Kleinbus der Firma ENV, den Kleinbus der Firma Sonnenblumen und private PKWs verteilt und ab ging´s nach Lübbenau, um dort als erstes die Boote am Bootshaus abzulegen und dann in den Klassenräumen der Schule bzw. in eigenen Zelten Quartier zu beziehen. Anschließend wurden bekannte Kanuten aus anderen Vereinen begrüßt und Neuigkeiten ausgetauscht – schließlich kann sich ja in einem Jahr ´ne Menge verändern.

Pünktlich 10.00 Uhr am Samstag eröffnete der Fahrtenleiter die Jubiläumsfahrt (die 25.) u.a. mit einem Dank an die Sponsoren, denen der Verein nun zwei neue Boote zu verdanken hat. Selbstverständlich wurden diese auch getauft, allerdings nur mit Wasser aus einer Gießkanne, statt mit Sekt aus einer Flasche! Die Glückwünsche zur 25. Lübbenauer Spreewald-Rundfahrt überbrachte im Auftrag des LKV Norbert Ölschläger, der Vizepräsident des LKV. Dann wurden noch einige Informationen zum Ablauf bekannt gegeben und das diesjährige Souvenir, ein rotes Basecap, an die Teilnehmer verteilt. Später im Spreewald wurden wir dann gefragt, warum wir alle mit roten Kappen unterwegs sind – ob wir zu einem Ferienlager gehören??? Wie in jedem Jahr bekam jedes Boot eine Karte, auf der die Routen mit Richtungspfeilen eingezeichnet waren. Außerdem verteilte das Führungsboot die bekannten Holzschilder mit der Aufschrift „LSR“, so dass sich eigentlich keiner verfahren konnte. Trotzdem schafften es wieder einige Gäste und kamen dann mit einiger Verspätung am Mittagspunkt an, wo es diesmal Linsensuppe mit Wüstchen, Joghurt und einen kleinen Schokoladen-Igel gab.

Bereits kurz nach dem Start der 25-km-Etappe gab´s leider auch schon die erste Kenterung bei den Schwedtern. Doch glücklicher Weise blieb es beim Schreck und niemand kam zu Schaden. Auch Hilfe war schnell vor Ort. Eine Herausforderung war für die Jungs das selbständige Bedienen der Spreewaldschleuse. Ansonsten ist es immer wieder schön, im Spreewald zu paddeln und die Landschaft mit den vielen kleinen Flüsschen und den typischen Häuschen und Brücken zu genießen. Im Bootshaus wieder angekommen, überraschten uns die Lübbenauer Kanuten mit einem Kuchenbasar und Kaffee. Zurück in der Schule, besuchten einige das nahe Erlebnisbad, andere ruhten sich aus und wieder andere nutzten die Zeit für Gespräche. Am Sonntag starteten wir auch ca. 10.00 Uhr zur kleineren 15-km-Runde, die uns in Richtung Ragower Kahnfahrt führte. Ca. auf der Hälfte der Strecke warteten wie am Vortag die netten Küchenfeen der Lübbenauer Kanuten mit dem Sonntagsschnitzel, Kartoffelsalat und einem Apfel und dank des etwas wärmeren trockenen Wetters konnte auch der eine oder andere ein kleines Mittags-Nickerchen machen, bevor es durch verschlungene Spreewaldflüsschen vorbei an unzähligen blühenden Holunderbüschen, ersten Teich- und Seerosen, vielen verschiedenen Libellen, Enten mit neugierigen Jungen, gelb-blühenden Wasserlilien und blühendem Kalmus und, und, und zurück zum Bootshaus ging.

Gegen Nachmittag zogen dicke Wolken auf und wer zu langsam war, hatte eben Pech und bekam den Wolkenbruch hautnah zu spüren. Alle anderen suchten unter der aufgespannten Plane im Bootshaus Schutz vor dem Regen, der so schnell wieder weg, wie er gekommen war. Auf dem Kanutenball am Abend konnten alle ihr Tanzbein schwingen und vergnügt sein und Kanuten können nicht nur paddeln, sondern auch tanzen und feiern! Doch bevor die Musik richtig losging, gab´s noch ein paar Urkunden: z. B. für einen Verein, der in den 25 Jahren mit den meisten Teilnehmern angereist war – und das waren WIR mit 456 Teilnehmern! Dazu wurde uns ein typisches Spreewald-Präsent, bestehend aus 1 Glas Gurken, Meerrettich und 1 Flasche Spreewaldbitter überreicht.

Außerdem erhielt die Familie Herrmann die Kenterurkunde für den Samstag und der Zweier mit Herrn Herrmann und Herrn Pätzold für Sonntag, denn sie waren nach der Mittagsrast beim Einsteigen auch gleich wieder „ausgestiegen“. Na ja, es war wohl nicht das richtige Boot für die beiden Männer. Nachdem es am späten Nachmittag wieder ein großes Unwetter mit Blitzen und Donner gab und es in der Nacht dann auch noch etliche Liter geregnet hatte, durften wir am Montag erst einmal die Boote, die wir bereits am Sonntag nach der Fahrt gesäubert und aufgeladen hatten, wieder ausschöpfen und einigermaßen trockenreiben, bevor es dann inzwischen bei strahlendem Sonnenschein auf die Heimreise ging. In Schwedt angekommen hieß es dann noch den Bootshänger entladen und die Boote nochmals auswischen und ins Bootshaus legen, alles zum Trocknen aufhängen und den ausgeliehenen Kleinbus der Firma ENV säubern und zum Firmengelände zurückbringen. An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal recht recht herzlich bei der Firma ENV, der Firma Sonnenblumen und Herrn Pätzold für die Bereitstellung der Kleinbusse bzw. des Privat-PKWs und die Unterstützung bedanken, denn ohne sie wäre diese Fahrt mit so vielen Jugendlichen für alle sehr viel anstrengender gewesen.