Deutsche Meisterschaft im 30-min-Ergometer-Rudern am 22. Februar 2014

Am 22. Februar fanden in Starnberg die 16. Internationalen Deutschen Meisterschaften im 30-min-Ergometer-Rudern statt. Eine kleine Mannschaft aus drei Frauen und einem Mann machte sich auf den weiten Weg aus der Uckermark an den Starnberger See, um unseren Verein bei dieser Meisterschaft zu vertreten.

Für Annett Wolff und Hagen Schulze war es schon die dritte Teilnahme an diesem Wettkampf. Zweimal konnte Annett in ihrer Altersklasse den Meistertitel mit nach Schwedt nehmen und auch Hagen wurde einmal Meister und einmal Vizemeister. Mit Heike Jonack und Maren Freude waren aber auch zwei Neulinge mit dabei. Wie wird es in diesem Jahr laufen?

Als erste waren Maren und Annett zwar im gleichen Lauf, aber in verschiedenen Rennen dran. Beide gingen die Distanz sehr couragiert an, Annett setze sich schnell an die Spitze, gefolgt von der Engländerin Susann Young. Im Laufe des Rennens konnte sie sich nicht entscheidend absetzen und musste immer arbeiten, um vorn zu bleiben. Erst in den letzten Minuten gelang es ihr, eine größere Distanz zwischen sich und die härteste Verfolgerin zu legen. Am Ende hat sich Annett ihren dritten Meistertitel in Folge hart erkämpft.

In Marens Rennen setzten sich relativ schnell drei Frauen an die Spitze des Feldes. Maren war dabei, konnte aber nicht lange das Tempo der späteren Siegerin Michaela Haas aus Hersching mitgehen. Im Kampf um den zweiten Platz konnte sie sich aber behaupten und bis zum Ende der 30 Minuten einen sicheren Vorsprung zur Drittplatzierten aufbauen. Überglücklich und ihre eigene Leistung kaum fassend kam Maren als Vizemeisterin ins Ziel.

Durch einen Verletzung am Rücken aus dem letzten Jahr ging Hagen stark gehandicapt in sein Rennen. Obwohl er erst seit Mitte Dezember wieder trainieren konnte, wollte er sich als Titelverteidiger hier zeigen. An einen Platz auf dem Podium war durch den Trainingsrückstand nicht zu denken. So verschwand er sehr schnell nach dem Start im Mittelfeld. Im Laufe des Rennens kämpfte er sich dann auf den sechsten Platz, mit nur sehr knappem Abstand nach vorn und hinten. Im Endspurt machte sich dann die fehlende Kondition besonders bemerkbar. Er verlor drei Plätze und kam als neunter von insgesamt 29 Startern in seinem Rennen ins Ziel.

Im letzten Rennen des Tages ging es dann für Heike um alles. Sie hatte den größten Respekt vor diesem Wettkampf und ging sehr diszipliniert und konstant in das Rennen. Durch diese Konstanz arbeitet sie sich im Laufe des Rennens Platz für Platz nach vorn und schnupperte als vierte mit aufholbarem Rückstand am Podium. Bis zum Ende des Rennens gelang es ihr, das Tempo zu halten und dadurch Meter für Meter auf die vor ihr liegende Cornelia Bähner gut zu machen. In den letzten Minuten ging sie vorbei und konnte sich bis zum Schluss noch deutlich absetzen. Freudestrahlend und überglücklich erkämpfte sie sich den dritten Rang. Da es sich um eine Internationale Deutsche Meisterschaft handelt, waren auch viele italienische Sportfreunde am Start. Im Saal hatte sich herumgesprochen, dass Heike ein riesengroßer Italien-Fan ist. In den letzten Minuten ihres Rennens wurde sie von einer kleinen Gruppe italienischer Ruderer angefeuert. Der dritte Rang und diese Motivation machten diesen Wettkampf für Heike zu einem ganz besonderen Erlebnis.

Nach den so erfolgreichen Wettkämpfen ging es für die Vier am Abend noch nach München ins Hofbräuhaus, um diese Meisterschaft gebührend zu feiern.

Hagen Schulze

http://ergoregatta.de