17. Internationale Deutsche Meisterschaft im 30-min-Ergometerrudern in Starnberg 2015

Mit Annett Wolff, Maren Freude, Heike Jonack und Eckhard Grünberg haben sich vier Schwedter Ruderer in den Süden unseres schönen Deutschlands aufgemacht, um die Farben unseres Verein zu vertreten.

Bei schönstem Wetter hieß es für alle Vier, am 14. Februar 2015 in der Schloßberghalle Starnberg in 30 min so viele Meter wie möglich auf dem Ruderergometer zurückzulegen.

Als erste waren die hier schon sehr erfahrende und erfolgreiche Annett in der Altersklasse 40 bis 49 Leichtgewicht und unser Neuling Ecki in der Altersklasse 70 bis 75 Jahre gemeinsam in einem Lauf dran. Annett wollte natürlich ihren Meistertitel vom letzten Jahr verteidigen und Ecki als „alter“ Kanute wollte mal sehen, wie er sich hier unter den Ruderern schlagen kann. Leider war er dabei durch eine Erkältung gehandicapt. Annett ging das Rennen sehr beherzt an und wollte von Anfang an zeigen, dass der Sieg heute nur über sie zu erringen ist. Schon nach 10 min hatte sie sich von ihren Kontrahentinnen deutlich abgesetzt und gab die Führung bis zum Ende des Rennens nicht mehr aus der Hand. Mit über 500 Meter Vorsprung vor der zweitplatzierten Italienerin Antonella Caser und sehr guten 7058 m absolvierter Strecke entschied sie das Rennen für sich. Seit dem sie im Jahr 2012 hier das erste mal deutsche Meisterin würde, war es für sie nun schon die vierte Verteidigung dieses Titels.

Für Ecki lief der Wettkampf nicht ganz so optimal wie für Annett. Er musste nach der Hälfte der Zeit erkennen, das er den Besten der avisierten Ruderer hier nicht folgen kann. Auch auf Grund seiner Erkältung konnte er nicht sein ganzes Leistungsvermögen zeigen. Trotz allem erreichte er mit geruderten 6582 m eine akzeptable Distanz und erkämpfte sich damit einen guten fünften Platz.

Auch Maren und Heike waren dann im gleichen Lauf aber unterschiedlichen Rennen am Start, Maren in der Altersklasse 40 bis 49 Jahre und Heike 50 bis 55 Jahre. Maren hatte sich nach der Silbermedaille vom letzten Jahr wieder einen Platz auf dem Podium vorgenommen und auch Heike hatte nach der im letzten Jahr schwer erkämpften Bronzemedaille, das Podium im Visier. In Marens Rennen war der Sieg besonders hart umkämpft. Vom Start weg ging es richtig zur Sache und nach den ersten 10 min schien ein neuer Rekord möglich. Maren versuchte so lange sie möglich an der in Führung gegangenen Sybille Roller aus Offenbach dran zu bleiben. Nur diese konnte das hohe Anfangstempo bis zum Schluss durchhalten und mit 7612 zurückgelegten Metern einen neuen Streckenrekord in dieser Altersklasse aufstellen. Maren erkämpfte sich mit geruderten 7234 m und fast 100 m mehr als im letzen Jahr wieder die Silbermedaille in ihrem Rennen.

Die zweite Medaille des Tages war eingefahren. Heike setze ihren Fahrplan für das Rennen gleich nach dem Start um und ruderte mit sehr konstantem Tempo das Rennen durch. Schnell setzte sie sich dabei von den Kontrahentinnen ab und ruderte einem ungefährdetem Sieg entgegen. Sie schaffte dabei die Distanz von 6877 m. Nach dem Bronzeplatz im letzten Jahr war die Freude bei ihr über diesen Sieg natürlich besonders groß.

Zwei Siege, ein Vizemeistertitel und ein guter fünfter Platz war die Bilanz der Schwedter Ruderer bei diesen Titelkämpfen. Damit sind wir mehr als zufrieden. Fast schon traditionsgemäß wurde im Münchner Hofbräuhaus auf die guten Leistungen angestoßen.
Vielleicht stellen sich die Damen und Herren auch im nächsten Jahr wieder dieser Herausforderung. Und vielleicht ist Hagen Schulze, den seit zwei Jahren arge Rückenprobleme plagen, dann auch wieder dabei.