Tour: von Eisenhüttenstadt nach Szczecin

In Eisenhüttenstadt kann man beim Ruderverein Fürstenberg/Oder 1910 e.V. am Oder-Spree-Kanal starten. Über die Schleuse Eisenhüttenstadt geht es dann auf die Oder nach Frankfurt. In Frankfurt hat man die Möglichkeit beim Frankfurter Ruderclub von 1882 e.V. zu übernachten.

Von Frankfurt aus stromab, kann man im Hafen von Kienitz festmachen. Der Hafen wird vom Verein "Rehkitz e.V." betreut, der auch gleichzeitig eine Landherberge (ähnlich einer Jugendherberge) betreibt (Die Strecke, ca. 52 km, ist an einem Tag zu schaffen).

Von Kienitz aus wäre eine Weiterfahrt nach Oderberg über Hohensaaten vorstellbar. In Oderberg befindet sich eine Marina, die auch Unterkünfte (Betten) anbietet. Alternativ kann man den Wasserwanderrastplatz, der vom Kanuverleih Oderberg betrieben wird, ansteuern. Von Oderberg aus, würden wir einen Ausflug zum Schiffshebewerk Niederfinow empfehlen (auf dem Wasserweg von der Marina Oderberg ca. 10 km entfernt). Das Schiffshebewerk ist ein technisches Denkmal und ist das älteste noch in Betrieb befindliche Schiffshebewerk der Welt.

Von Oderberg aus geht es dann zurück nach Hohensaaten. Hier hat man die Wahl zwischen der Stromoder oder der Hohensaaten-Friedrichsthaler-Wasserstraße. Nimmt man den Weg über die Oder, so kommt man u.a. an Zaton Dolny (Niedersaaten) vorbei. Dieser Ort verfügt mit seiner Rundkirche über eine architektonisches Kleinod. Zwischen Zaton Dolny und Krajnik Dolny (Grenzübergang zu Schwedt) befindet sich ein Park, das "Tal der Liebe", der mit EU-Mitteln zu neuem Leben erweckt wurde. Über die Schwedter Querfahrt kommt man dann nach Schwedt. Nimmt man den Weg über die Hohensaaten-Friedrichsthaler-Wasserstraße, so kann man in Stolpe mit seinem Wehrturm "Grützpott" einen Zwischenstop einlegen und im Hotel "Stolper Turm" Mittag essen. Von Stolpe sind es ca. 16 km nach Schwedt.

In Schwedt kann man auf dem Gelände des Wassersport PCK Schwedt zelten bzw. nach Voranmeldung in einem Luftmatrazenquartier übernachten. Alternativ besteht die Möglichkeit im Anderson Hotel bzw. der Pension Grothe zu übernachten (ca. 30 min zu Fuß).

Von Schwedt aus besteht wiederum die Wahl, auf der Stromoder/Ostoder (geringe Strömung) bzw. auf der Hohensaaten-Friedrichsthaler-Wasserstraße/Westoder (keine Strömung) nach Szczecin zu fahren. Wir würden empfehlen den Weg über die Ostoder zu nehmen und einen Zwischenstopp in Gryfino einzulegen. Dort kann man sein Boot beim örtlichen Kanu-Verein "KS Energetyk" festmachen (Die Zufahrt zum Verein sieht aus wie eine Baustraße). Wenn ein Landdienst vorgesehen ist, kann man in einem Motel vor den Toren der Stadt unter kommen oder man fährt auf die deutsche Seite und übernachtet in einer Pension im gegenüber liegenden Mescherin.

Von Gryfino aus kann man den Campingplatz am "Jezioro Dabie" bzw. die dortige Marina (hat ebenfalls Zimmer) erreichen. Alternativ kann man vor Szczecin auf die Westoder wechseln und direkt ins Stadtzentrum rudern. Dort befindet sich auf einer Insel, gegenüber vom Hauptbahnhof, das Bootshaus des Akademischen Sportvereins (AZS). Leider ist es sehr schwierig, mit diesem Verein Kontakt aufzunehmen. Ein Stück weiter befindet sich eine weitere Insel mit dem Mastersverein "STW Szczecin". Der Vorsitzende des Vereins Miroslaw Kowalewski war Mitglied der olympischer Achtermannschaft in Moskau 1980. Als Ansprechpartner in Szczecin würde ich Ihnen Herrn Eugeniusz Matyjaszczyk nennen. Er spricht sehr gut Deutsch und er ist ein Unterstützer des polnischen Doppelvierers.

Von Szczecin kann man dann über die Ostoder/Hohensaaten-Friedrichsthaler-Wasserstraße zurückrudern. Als Zwischenstopp ist Mescherin zu empfehlen. Hier hat man die Möglichkeit auf dem Campingplatz (wird vom Dorfverein betrieben) oder in einer Pension zu übernachten. Das Boot kann in der Nähe des Campingplatzes aus dem Wasser genommen und gelagert werden.

Rainer Göllnitz