Große Ferienwanderfahrt auf der Oder vom 19. bis 26. August 2007

Pause auf der Oder: Marie-Luise Wolff, Sebastian Stier, Martti Gurgel, Michael Beyer und Susanne Mey v.l.n.r.

Wie in jedem Jahr, führten die Ruderer in der letzten Woche der Sommerferien ihre traditionelle Ferienwanderfahrt durch. Am Sonntag, dem 19. August 2007, machten sich 8 junge Ruderinnen und Ruderer mit ihren zwei Betreuern auf den Weg von Schwedt über die Hohensaaten-Friedrichsthaler-Wasserstraße nach Oderberg. Ziel war in diesem Jahr wie verschiedene Jahre zuvor der dortige Wasserwanderrastplatz. Nach einer einer anstrengenden Fahrt waren alle froh, das Ziel erreicht zu haben. Leider war von dem einst gepflegten Wasserwanderrastplatz nicht mehr viel zu erkennen. Zähneknirschend mußten wir in der Oderberger Marina eine Bleibe suchen. In diesem Jahr führte die RFerienwanderfahrt ausschließlich über einheimische Gewässer.

Am folgenden Tag ging es dann zurück über die Stromoder nach Schwedt, wo wir in unserem heimischen Bootshaus übernachteten. Der nächste Etappenort hieß Gryfino auf der polnischen Seite der Oder. Der Morgen des Tages begann mit heftigen Gewittern und wechselnden Winden, die dann glücklicherweise am Vormittag nachließen. So ging es frisch ans Werk zur Schwedter Schleuse. Als wir gerade die Querfahrt verließen, kam es durch ein Mißgeschick zu einem Leck ein einem der Vierer, so daß wir sofort das Ufer aufsuchen mußten. Das Boot wurde teilentladen und halb auf Land und halb im Wasser mit Hilfe von Knetklebstoff notdürftig repariert. Bei der anschließenden Grenzkontrolle in Widuchowa kam es zur längst abgeschafft geglaubten Bürokratie. Wie vor vielen Jahren mußte wieder einmal eine Bordliste ausgefüllt werden. Bei unserem letzten Grenzübertritt (Polen war gerade in die EU aufgenommen worden) sagte man uns, daß das nicht mehr nötig sei. Am späten Nachmittag erreichten wir Gryfino, wo wir beim dortigen Kanuverein "KS Energetyk" übernachteten.

Von Gryfino ging es am Mittwoch über die Ostoder weiter in die pommersche Hauptstadt Szczecin. Dort hat mitten in der Oder gegenüber von der Haken-Terasse der Ruderverein STW Szczecin sein zu Hause. Am Donnerstag nahmen wir uns einen Tag Zeit, um Szczecin zu erkunden. Für jeden gab es etwas in der Stadt zu sehen, ob nun Kultur oder einfach nur shoppen.

Erholt traten wir am Freitag die Heimreise an. Über die Westoder ging es nach Mescherin, das auf halbem Weg zwischen Szczecin und Schwedt liegt. Die Westoder liegt als breiter Fluß zwischen bewaldeten, eindrucksvollen Hängen im unteren Odertal. Unserer Meinung nach das schönste, was die Oder zu bieten hat. Nach einem erlebnisreichen Tag fanden wir auf dem Campingplatz von Mescherin eine Bleibe. Dort trafen wir auch auf die Kanutouristen unseres Vereines, die am Wochenende vom 25./26. August ihre Polderfahrt durchführten.

Am Sonnabend nahmen wir die letzte Etappe in Angriff genommen. Es ging über Gartz, Friedrichthal und Gatow zurück nach nach Schwedt, das wir nach 177 Ruderkilometern erreichten.

Nadine Birke, Susanne Mey und Marian Bruck in „Moby Dick“

Blick vom Bootshaus „STW Szczecin“ auf die Haken-Terasse

Gerade zurück vom Einkauf. (Nadine Birke, Martti Gurgel, Marian Bruck und Sebastian Rähse v.l.n.r.)

Blick von der Haken-Terrasse auf das Bootshaus von "STW Szczcecin" und unsere Zelte

Der Weg von der Stadt zur Insel führt nur über ein Boot.

Am Abend in Mescherin machte Marie für uns alle Eierkuchen.

Rainer Göllnitz