Achtersprintregatta „Der König vom Kalksee“ am 12. Juli 2008

Der König ist entthront – es lebe der neue König

Am 12. Juli fand in Rüdersdorf die zweite Auflage der Achtersprintregatta „Der König vom Kalksee“ statt. Neu im Programm war in diesem Jahr der Sprintcup der Damen im Doppelvierer. Ruderer, die nicht mit einer eigenen Mannschaft antreten können, werden einem Boot, in dem noch Leute fehlen zugeordnet, so dass es zu sehr interessanten Mannschaftszusammenstellungen kommt. Die Streckenlänge beträgt 300 m. Die Vorrunde wird über zwei Gruppen ausgetragen, in denen jedes Boot gegen jedes antritt. Die ersten vier der Gruppen fahren dann über Kreuz im Viertel und Halbfinale gegeneinander an. Im kleinen und großen Finale werden die Sieger und Platzierten ermittelt.

Lukas Metze und Rainer Göllnitz saßen im letzten Jahr im siegreichen Achter des Ruderclubs Berlin und durften den Titel „König vom Kalksee“ für ein Jahr tragen. Natürlich waren sie nach Rüdersdorf gekommen, um ihre Krone zu verteidigen. Lukas saß wieder im Boot der letztjährigen Sieger. Rainer wurde für den Achter des Berliner Masters Ruderclub, in dem auch unserer Frank Klawonn ruderte, engagiert. Hagen Schulze durfte im Boot 1 der Rüdersdorfer Rudervereins, in dem auch der Rostocker Rene Burmeister saß, antreten. Die ersten Sporen im Riemenrudern wollten sich Martti Gurgel und Marian Bruck im Boot 4 der Rüdersdorfer Junioren verdienen.

Nadine Birke und Franziska Lauks ruderten mit zwei Rüdersdorferinnen und einem Steuermann gegen zwei Doppelvierer ohne Steuermann der Rüdersdorfer und Fürstenwalder Masterinnen. Alle drei Boote lieferten sich ein spannendes Rennen, welches die Fürstenwalderinnen für sich entscheiden konnten. Auf den letzten Metern konnte unsere Mädels mit ihrem Steuermann nicht mehr gegen die Damen gegenhalten und belegten den dritten Platz.

Bei den Achtern konnten sich drei Boote mit Schwedter Beteiligung für die Finals qualifizieren und auch im Viertelfinale blieben alle Boote Sieger. So saßen also in drei der vier letzten Achter Schwedter Ruderer. Konnte wieder ein Schwedter „König vom Kalksee“ werden?

Im ersten Halbfinale ruderten die „alten Herren“, z.B. Wolfgang Gunkel, 60 Jahre, Olympiasieger 1972 in München im Zweier mit Steuermann mit Frank und Rainer gegen das Rüdersdorfer Boot 1 mit Hagen. Nachdem die Berliner das Rennen in der Vorrunde gewonnen hatten, wollten die Rüdersdorfer nun den Spies umdrehen. Doch die “alten Herren“ waren für Hagen und seine Mannschaft heute nicht zu schlagen und qualifizierten sich souverän für das Finale.

Lukas und seine Mannschaft mussten gegen den bisher ungeschlagenen Achter vom Berliner RC antreten. Im Duell Berlin gegen Berlin konnte sich der BRC durchsetzen. So kam es im kleinen Finale zum Rennen zwischen den Mannschaften von Lukas und Hagen. Wieder wurde bis zum letzten Meter gekämpft. Auf der Ziellinie hatte das Rüdersdorfer Boot den Bugball hauchdünn vorn.

Im großen Finale versuchte die „alten Herren“ vom Masters Ruderclub alles, um dem BRC die erste Niederlage des Tages beizubringen. Aber auch in diesem Rennen konnten sich die Ruderer vom BRC durchsetzen und sich die Krone des „Königs vom Kalksee“ aufsetzen. Herzlichen Glückwunsch dazu.

Marian und Martti konnten mit ihrer Mannschaft noch keines ihrer Rennen gewinnen. Dafür war die Mannschaft einfach noch zu jung. Sie haben ihre ersten Erfahrungen gemacht und in zwei, drei Jahren werden sich die Älteren vor ihnen in acht nehmen müssen. Vielen Dank an die Rüdersdorfer Ruderer für diesen tollen Wettkampf.

Hagen Schulze