German Masters Open in Salzgitter am 7. und 8. Juli 2007

Am Wochenende fanden in Salzgitter-Lebenstedt auf den Salzgittersee die 9. German Masters Open statt. Die Schwedter Masters Ruderer um Hagen Schulze und Frank Klawonn nutzen die Masters Open als letzten Wettkampf vor der Anfang September stattfindenden World Rowing Master Regatta zur Form und Leistungsbestimmung. Zum Teil sehr schwierige Wetterbedingungen mit Regen und Sturm und vor allem schwer zu rudernder Seitenwind machte den Schwedtern zu schaffen.

Das erste Rennen am Samstag absolvierte Alexander Reiche im Einer der Altersklasse A (27-36 Jahre). In einem spannenden Rennen konnte sich Alexander gut in Szene setzen und musste sich am Ende nur dem ehemaligen Schwedter Martin Drobnitzky, der jetzt bei Frankfurt am Main lebt, geschlagen geben.

Als nächstes stand der Vierer mit Steuerfrau der Altersklasse A auf dem Programm. Hier waren die Schwedter Frank Klawonn, Hagen Schulze, Frank Wustmann, Vereinmitglied in Schwedt und Herne, und der Bernburger Günter Rudolf, unterstützt durch die Steuerfrau Jana Feldner aus Kassel am Start. Gleich nach den Start schob sich das Schwedter Boot in Führung und setzte sich mit kraftvollen Schlägen vom Feld ab und ruderte einem ungefährdeten Sieg entgegen.

Nur 20 Minuten nach diesem Rennen waren Günter und Frank schon wieder im Doppelzweier der Altersklasse B (36–43 Jahre) an die Reihe. Auch in diesem Rennen konnten die beiden ihre außergewöhnliche Klasse zeigen und das Rennen überlegen gewinnen.

Im Vierer ohne Steuermann der Altersklasse B, den die beiden wieder mit Hagen Schulze und Frank Wustmann bestritten, machte sich der Kräfteverschleiß der letzen Rennen bemerkbar. Ein Boot aus Berlin konnte sich am Start sehr schnell vom Feld absetzen und über die Renndistanz diesen Vorsprung weiter ausbauen. Auch im Endspurt konnten sich die Schwedter nicht mehr heranrudern, aber vor dem Rest behaupten und den zweiten Platz errudern.

Das letzte Rennen am Sonnabend bestritten Alexander Reiche, Frank Wustmann, Hagen Schulze und Uwe Bosse im Doppelvierer. In einen stark besetzten Feld konnten die Schwedter bis zur 500-m–Marke das Rennen mit bestimmen. Dann unterlief Hagen ein technischer Fehler, der das Boot zum Stillstand brachte. Doch die Vier gaben das Rennen nicht auf. Auf den letzten Metern konnten sie noch an zwei Booten vorbei auf den vierten Platz rudern.

Das erste Rennen am Sonntag war dann der Vierer ohne Steuermann in der Altersklasse A. Heute saßen Frank, Günter und Hagen mit dem Rüdersdorfer Burghard Kawalle im Boot. Um Kräfte für das eine Stunde später stattfindende Rennen im Vierer mit Steuermann zu sparen, sind die Vier das Rennen sehr locker angegangen. Dennoch brachten sie das Boot gut zum Laufen und gewannen das Rennen gegen den einzigen Gegner, ein Boot aus Berlin.

In gleicher Besetzung ging es dann im Vierer der Alterklasse B mit Steuerfrau Jana Feldner an den Start. Die besten deutschen Boote dieser Altersklasse hatten gemeldet. Wenn sich die Vier in diesem Rennen behaupten können, ist ein ganz großer Schritt zur World Master Rowing Regatta getan. Selbst Frank Klawonn zeigte vor dem Rennen Nervosität. Mit einem guten Start konnten sich die Schwedter im Feld behaupten und den Anschluss an die schnell startenden Mannschaften wahren. Zur Hälfte der Distanz lagen noch vier der fünf Boote auf einer Höhe und kämpften um den Sieg. Mit einem harten Zwischenspurt konnte sich das Schwedter Boot mit einer halben Bootslänge in Führung schieben. Jetzt kam es darauf an, die Führung bis ins Ziel zu behaupten. Zum Ende des Rennens spielte das Schwedter Boot seine konditionelle Stärke aus und setze sich im Endspurt deutlich von den anderen Booten ab und gewann das Rennen klar. Angespornt von der starken Konkurrenz trieben sich die vier ersten Boote zu hervorragenden Zeiten, die selbst im folgenden Doppelviererrennen der Altersklasse A zu guten Platzierungen gereicht hätten.

Alexander Reiche ging im Doppelzweier der Altersklasse A mit dem ebenfalls ehemaligen Schwedter Ruderer Peter Knaute, der jetzt in Fürstenwalde lebt an den Start. Mit einem guten Start konnten die beiden sofort an der Spitze des Feldes mitrudern und sich an der 500-m-Marke leicht in Führung setzen. Nur ein Boot aus Lüneburg konnte den Anschluss halten. Im Endspurt kam es zu einem spannenden Finale zwischen den beiden Booten, das die Lüneburger leider für sich entschieden. Die geruderte Zeit und der zweite Platz zeigte den beiden, das sie in ihrer Altersklasse Anschluss an die deutsche Spitze haben. Mit vier Siegen, 3 zweiten und einem vierten Platz waren die Schwedter Masters Ruderer sehr erfolgreich bei der letzten großen Regatta vor der World Master Regatta in Zagreb im September.

Hagen Schulze