Deutsche Jugend und U23 Meisterschaft im Rudern in Brandenburg vom 21. bis 24. Juni 2007

Am Wochenende vom 21. bis 24. Juni 2007 fanden in Brandenburg auf dem Beetzsee die Deutschen Meisterschaften der Junioren und U23 Senioren statt. Mit Marie-Luise Wolff, Lukas Metze, Marcel Gast und Thomas Mundt sind vier Schwedter dort angetreten, um unsere Stadt und unseren Rudersport zu präsentieren und sich mit den besten deutschen Ruderern ihrer jeweiligen Altersklasse zu messen.

Foto: Von links Marcel, Marie, Lukas, Jaqueline (Übungsleiterin), Marko (Übungsleiter), Thomas

Am Donnerstag standen für alle vier die Vorläufe auf dem Programm, bei denen es darum ging, sich entweder direkt für das Halbfinale oder die Hoffnungsläufe zu qualifizieren. Marie war im Einer der Juniorinnen B als erste am Start. Bei schwierigen Bedingungen konnte sie den Anschluss an die Spitze des Laufes nicht halten und belegte einen fünften Platz. Bei ebenfalls sehr schweren Bedingungen kamen Marcel und Lukas im Doppelzweier der Junioren A über einen vierten Platz nicht hinaus. Beide hatten sich im Zweier einen Platz im Finale vorgenommen. Doch mit dieser Platzierung wurde ihre Erwartung zunächst einmal gedämpft. Im Einer der Junioren A erruderte sich Lukas einen sehr guten 2. Platz, leider ohne Chance auf den ersten. Er trat gegen den derzeit wohl stärksten deutschen Junior im Einer an, wie sich später herausstellen sollte. So musste Lukas im Einer über den Hoffungslauf versuchen, einen Platz im Halbfinale zu ergattern.

Im Einer der Senioren B belegte Thomas Mundt wie Marie den fünften Platz. Beide konnten diese Leistung in ihren Hoffnungsläufen am Freitag nur bestätigen und sich nicht für die nächste Runde qualifizieren. Marcel und Lukas im Doppelzweier und Lukas im Einer konnten sich dagegen mit klaren Siegen in den Hoffungsläufen Plätze in den Halbfinals sichern und eine Chance aufs Finale wahren. Vor allem den Doppelzweier lief deutlich besser als am Vortag und gab den beiden die nötige Sicherheit und Selbstvertrauen zurück. Im Halbfinale am Samstag ruderten die beiden dann ganz sicher auf den zweiten Platz und konnten damit ihr Ziel am Sonntag im Finale dabei zu sein erreichen.
Im Einer dagegen hatte Lukas ein sehr schweres Rennen vor sich. Bei schwerem Gegenwind wechselte seine Platzierung ständig zwischen drei im Finale und vier nur im kleinen Finale hin und her. Mit einem beherzten Endspurt, den er schon bei den Landesmeisterschaft zeigte, erkämpfte sich Lukas zunächst sicher den dritten und dann sogar noch den zweiten Platz und zog damit ebenfalls sicher ins Finale ein.

Was würde der Finalsonntag für unsere beiden Schwedter Ruderer bringen? Wieder herrschten mit starken Gegenwind schwierige Bedingungen, mit denen die Beiden im Doppelzweier nicht zurechtkamen. Um den Sieg oder die Medaillenränge konnten die beiden heute nicht mitkämpfen. Am Ende erruderten sie sich mit einer insgesamt sehr guten Leistung den sechsten Platz bei den Deutschen Meisterschaft.
Im Einerfinale der Junioren A erwischte Lukas noch schwerere Bedingungen. Er versuchte über die gesamte 2000-m-Renndistanz den Anschluss an die Spitze zu halten. Zum Ende des Rennens machten sich die bisherigen 7 harten Rennen der Meisterschaftstage deutlich bemerkbar. So ein furioser Endspurt wie im Halbfinale war nicht mehr drin und so kam Lukas als fünfter des Rennens ins Ziel. Damit hat sich Lukas seit Beginn des Jahres, angefangen bei den Langstreckenregatten, bei jeder Leistungsüberprüfung gesteigert und ist zum Saisonhöhepunkt der fünftschnellste Einer Deutschlands in seiner Altersklasse. Auch wenn die Jungs im ersten Moment doch ein wenig enttäuscht über ihre Platzierungen in den Finals waren, so können sie doch sehr stolz und zufrieden wie ihr Übungsleiter Marko Roscher mit diesen Leistungen sein. Jeder junge Sportler der zur Deutschen Meisterschaft fährt, träumt von einer Teilnahme am Finale. Nur wenige können sich diesen Traum erfüllen, Marcel und Lukas haben es geschafft. Vielen Dank an alle, die unsere Jugendliche dabei unterstützt haben.

Hagen Schulze