Schwedter Ruderinnen in Wien beim Nachtrudern

Nach dem erfolgreichen Regattaerlebnis in Prag am Pfingstwochenende machten sich die Schwedter Juniorinnen Sophie und Nora Beutel am 23. Juni 2017 nach der Schule auf den Weg nach Wien, um zusammen mit Dresdner Ruderinnen am Samstag bei der einzigen internationalen Nachregatta, der VIENNA NIGHTROW, zu starten.

Bereits auf dem Weg dorthin trafen sie (zufällig) bei MC Donald in Prag auf die Ruderkameradinnen – unter ihren die Schwedter Vereinskameradin und derzeit in Dresden lebende Nadine Birke. Gemeinsam setzten sie im Convoi die Fahrt nach Wien fort.

Der Regattatag begann mit einem üppigen Frühstück auf der Terrasse an der Donau beim Ersten Wiener Ruderverein. Gestärkt für einen langen Tag ging die Fahrt zur Wiener Regattastrecke. Dort warteten auf dem Bootshänger des Pirnaer Rudervereins 6 Achter und Zubehör, die für die Regatta vorzubereiten waren.
Nach einem  gemeinsamen Probetraining blieb Zeit für eine kleine Rundfahrt durch die beeindruckende Wiener Innenstadt.

Die Regatta begann am Nachmittag mit Vorläufen und Qualifikationen für die Nachtrennen. Das Besondere an dieser Regatta ist die kurze Distanz von nur 350 m, die  nur von Achtern im Sprint gefahren werden. Ihre Teilnahme hatten Vereine aus Belgien, Deutschland, Italien, Kroatien, Österreich, Slowenien, Slowakei, Türkei und Ungarn angemeldet. Die große internationale Beteiligung war ein neues Erlebnis für die Schwedterinnen.

Für das Rennen von Sophie und Nora hatten neben ihrem „Elbeachter“ jeweils ein Boot aus Österreich und Italien gemeldet. Somit war ihnen ein Startplatz im Nachtfinale bereits sicher, so dass das Qualifikationsrennen der Bahnverteilung diente. Das war auch gut so, denn die Steuerbordschlagfrau im Elbeachter rutschte nach der Hälfte der Strecke vom Rollsitz, der sich verkantete, so dass sie die restliche Strecke in unbequemer Position im Boot verharren musste, um ihre Kameradinnen nicht zu behindern. Dennoch erruderten sich unsere Mädels einen 2. Platz.

Im Mixachterrennen von Nadine starteten 4 Achter, von denen sich 3 für das Finale qualifizierten.

Die Finals begannen bei Dunkelheit um 21.50 Uhr. Zuvor wurden die Achter und teilweise auch die Ruderer von ihren Mannschaften ideenreich mit Beleuchtungsmaterial dekoriert, um bei der Dunkelheit gesehen zu werden und eventuell den Preis für das am schönsten beleuchtete Boot zu gewinnen.
Die Finalrennen in der Nacht begannen mit den Juniorinnen. An einen erfolgreichen Start unserer Mädels schloss sich ein harmonisches schnelles Rennen in romantischer Atmosphäre an. Die Italienerinnen lagen von Anfang an deutlich in Führung, wurden aber zunehmend von der Renngemeinschaft Dresden-Schwedt angegriffen, so dass sie das Ziel noch mit einer halben Bootslänge Vorsprung erreichten. Die  Österreicherinnen wurden von unserer Renngemeinschaft mit einer Bootslänge Abstand auf Platz 3 verwiesen.

Die Mannschaft „Sexyhexy Unicorns“ mit Nadine führte zunächst das Mixachterrennen an, bis kurz vor dem Ziel ein Ruderer den Rollsitz verlor. Dennoch sicherten sie sich den zweiten Rang. Glücklich über die jeweils 2. Plätze nahmen die Ruderinnen ihre Medaillen bei der Siegerehrung entgegen und feierten ihre Erfolge. Die tollen Erlebnisse dieser Regatta ließen die Anstrengungen der langen Reise vergessen.