Eishockey-Training am 23. Dezember 2011

Was machen Wassersportler auf dem Eis? Diese Frage haben sich einige Zuschauer am 23. Dezember in der Schwedter Eisarena gefragt.

Eigentlich ist es ja auch nur „Wasser“, nur eben in einem anderen Aggregatzustand. Und wenn die Wassersportler (meist unfreiwillig) mal kentern, ist das Wasser höchstens kalt, aber nie hart. Diese „Härte“ erfuhren die Wassersportlerinnen beim Training für das traditionellen Eishockey-Turnier der Flemsdorfer Haie am 14. Januar 2012.

Es ist ca. 18 Monate her, als sich Vertreter vom Wassersport PCK und den Flemsdorfer Haien zufällig trafen und ungezwungen über den Sport im Großen aber vor allem ihrem Sport im Speziellen unterhielten. Schnell war klar, dass es sich um völlig unterschiedliche Vereine in Größe und Struktur handelte. Genauso schnell war aber auch ersichtlich, dass sich die Bedingungen für die Organisation des Vereinssports mehr als ähneln. Dazu zählen ein starker Vorstand, die Akzeptanz in der Kommune und eine Heimstätte für den Verein. Seitdem gibt es eine stetig wachsende Sportkameradschaft zwischen den Vereinen. Die Haie nahmen erfolgreich am Sommerfest der Wassersportler teil. Die Wassersportler waren 2. im Volleyball zum Sportfest der Haie im Juni. Die Wassersportler unterstützen das Fest am Haussee in Flemsdorf. Viele Parallelen wurden sichtbar. Das Vereinsfest von Wassersport PCK ist das allseits bekannte Sommerfest mit der Spaßregatta, das der Haie ist das Eishockeyturnier. Bei beiden Veranstaltungen gibt es VIP-Einlagen, Sport und Unterhaltung für die Menschen der Gemeinde und Wettkämpfe für „Jedermann und Jederfrau“. Und um die Vorbereitung einer solchen Veranstaltung ging es am 23. in der Eisarena.

Der Chef der Flemsdorfer Haie, Kay Manteufel, hatte zum mittlerweile traditionellen Mittwochstammtisch im Vereinsheim in Flemsdorf die Idee, im Rahmen des Vereinsfestes ein Frauen-Spiel zu organisieren. Wenn also Eishockey-Frauen zur Spaßregatta paddeln, dann muss es auch möglich sein, dass Wassersportlerinnen Eishockey spielen?! Diese Frage ist seit dem 23.12. eindeutig mit ja zu beantworten!

Nach einem kurzen Einlaufen und der Bekanntschaft mit Puck und Schläger wurden die Regeln beim sogenannten Pond Hockey (vier gegen vier, ohne Torfrau) erläutert und dann war die Übungsmethode „learning by doing“ für 60 Minuten angesagt. Wie immer im Leben, ist das Üben das Wichtigste. Alle beteiligten Damen waren sich einig (auch die Zuschauer), das das Niveau wesentlich verbessert werden konnte. Der Trainingsvergleich ging mit 18 : 11 eindeutig an die Haiinnen (von denen auch nicht alle Spielerinnen „Profis“ waren). Zur Ehre der Wassersportdamen muss aber erwähnt werden, dass die Altersrelationen eher auf ein Töchter-Mutter-Spiel hindeuteten. Während die Haidamen im Schnitt 85 Jahre aufs Eis brachten, schickten die Wassersportlerinnen ca. 187 Jahre aufs Eis.

Bliebe noch zu erwähnen, dass sich trotz vieler unangenehmer Aufschläge auf das harte Eis und der damit farbenfroh verbundenen Hautflecke nun alle Damen (auch die Männer) auf den 14. Januar 2012 freuen. Gäste sind herzlich.