EM Marathon 2026

Zwei Wochen nach der Europameisterschaft im Sprint (200 m) in Montamor (Portugal) fanden die Europameisterschaften im Marathon in Pitesti (Rumänien) statt. Nachdem unsere Teilnehmer in Portugal sehr erfolgreich abschnitten, wollte auch das kleine Team mit Sophia Fellwock, Leona Johs und Trainer Gerhard Bowitzky an diese Leistung anknüpfen. Besonders schwierig war es dabei in der wenigen Zeit zwischen beiden Europameisterschaften eine Umstellung von Sprint auf Marathon zu erreichen. Durch tägliches Training auf der 8- bis 10-km-Strecke konnte eine ausreichende Leistung hergestellt werden. 


Am 24. Juni fand das Rennen im Parakanu (offene Klasse) gemeinsam mit den Parakanuten der Klassen 1 bis 3 statt. Leona sollte sich auf die Schwedische Kanutin konzentrieren und sie nicht so weit weglassen wie im letzten Jahr. Dort konnte sie die Schwedin erst im Endspurt auf der Ziellinie abfangen. In diesem Jahr sollte sie an ihrem Heck bleiben und taktisch paddeln. Diese Anforderung war aber von Leona nicht zu leisten. So war es wie „immer“. Nach 3000 m lag sie ca. 100 m hinter der Schwedin auf Platz 2. Nach 6000 m waren es noch 75 m. Es blieb noch die kleine Endrunde von 1000 m zur Aufholjagd. Unglaubliche 20 Sekunden konnte Leona im Ziel noch herausfahren und ihren Titel von 2025 verteidigen. Sophia konnte in ihrem vorerst letzten Rennen den dritten Platz sichern und sich und uns noch eine Bronzemedaille erkämpfen. Herzlichen Glückwunsch unseren Damen!


Für Leona geht es schon am kommenden Sonntag bei der Ostdeutschen Meisterschaft auf der 200-m-Strecke weiter. Durch ein defektes Steuer konnte sie in Montamor ihre guten Trainingsleistungen nicht nachweisen und will sich am Sonntag in Brandenburg zum Kampf um den Ostdeutschen Titel stellen. Viel Erfolg!